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| Auf dem Baualtersplan der Stadt Ansbach von 1650 ist das Gebäude Pfarrstraße Nr. 9 auf der Höhe des dritten Turmes der nördlichen Stadtmauer grün eingezeichnet. Diese Farbe bedeutet Bauzeit während der Renaissance zwischen 1525 und 1650. Das im Erdgeschoß befindliche Nebenzimmer ist von den südlichen Rämen durch die alte, noch sichtbare dekorative Stadtmauer abgetrennt. Die westliche Wand lehnt sich an den dritten nördlichen Befestigungsturm an. Die Stadtmauer gründet auf der vorausgehenden staufischen Stadtmauer, welche etwas um 1179 die erste Stadt umgab. Infolge der unmittelbaren Nähe zur Rezat mit ihren versumpften Auen war eine Erweiterung der Stadt nach Norden nicht möglich. Also baute man dort die zweite Stadtmauer im 15. Jahrhundert unter Markgraf Albrecht Achilles auf die erste (staufische) und versah sie mit einem Wehrgang. |
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Diese Stadtmauer blieb bis etwas 1714. Die Wachsoldaten konnten von ihrem Wachlokal im markgräflichen Schloß auf der Stadtmauer ihre Runden drehen, ohne auch nur einmal in die Stadt hinabzusteigen. Auf der Nordaußenseite des "Mohren" ist sowohl der Verlauf der Stadtmauer als auch der noch vorhandene Turm zu sehen. Die Stadtmauer wurde 1714 aufgelassen, durchbrochen und überbaut. Im Grundbuch für das Gebäude "Zum Mohren" war damals eine Heckenwirtschaft verzeichnet. |
Im Privatbesitz hat man wahrscheinlich schon sehr früh die Stadtmauer durchbrochen und sowohl innerhalb des Gebäudes als auch außerhalb Getränke ausgeschenkt. Später kamen Außenanlagen und auch eine Kegelbahn hinzu.
Woher der Name kam ist nicht feststellbar. Möglicherweise vom markgräflichen Hof. Dart gab es Hofnarren, Hoftiroler und andere "Exoten", darunter auch Hof-Mohren. Die ehemals markgräfliche Porzellanmanufaktur zeigt es uns in ihren Produkten. |
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